Angelika Wischermann: „Überdruss am Überfluss“

Angelika Wischermann: „Überdruss am Überfluss“

In einem Gebirgsbach mit steinigen Ufern wird eine Woche lang, täglich für sechs Stunden, ein Staudamm gebaut. Das stetig fließende Wasser wird in seiner Bahn verändert, dennoch ist es unmöglich den Strom gänzlich aufzuhalten. Auch wenn der Damm durch die herangeschleppten Steine immer höher und breiter wird, bahnt sich das Wasser doch seinen Weg.

Der gesamte Bauprozess wird dabei von einer Kamera aufgezeichnet und in Echtzeit wiedergegeben. In der Arbeit von Angelika Wischermann wird der mühevolle Prozess dokumentiert und dabei das Wechselspiel zwischen Mensch und Natur vor Augen geführt.

Über die Künstlerin

Die Künstlerin Angelika Wischermann arbeitet oft ortsspezifisch und aktionistisch und spielt mit der zeitlichen Dauer und Wiederholung von Tätigkeiten.

Jurybegründung

Die Jury hob besonders den dokumentarischen Ansatz hervor, der Mut beweise und der die Beziehung zwischen Mensch und Natur bzw. Eingriffe des Menschen in die Natur auf lakonische Weise und ohne moralischen Zeigefinger darstelle. Durch die Repetition bekomme die Arbeit eine rituell-meditative Dimension – als Zuschauerin und Zuschauer könne man so an jeder Stelle im Video einsteigen.

Weiter Informationen

Video, 39 Stunden