Danijel Zorec: „The Living Bridges of Vienna“

Danijel Zorec: „The Living Bridges of Vienna“

Im Konzept „The Living Bridges of Vienna“ – angesiedelt zwischen Architektur und Stadtentwicklung – entwirft Danijel Zorec die kühne Vision bewohnbarer Brücken über der Donau in Wien. Der architektonische Entwurf ist als Masterarbeit an der Technischen Universität Graz entstanden und behandelt zeitgemäße Fragen rund um soziale und kulturelle Aspekte des Flusses und der Stadt.

Wien ist eine Stadt, die ständig wächst und optimale Lebensbedingungen in ihren Gemeindebezirken anstrebt, um einer der lebenswertesten Orte der Welt zu bleiben. Die Donau spielt eine große Rolle im Wiener Lebensumfeld. Die Donau und ihre Insel gelten als prestigeträchtige und einzigartige urbane Phänomene welche viele Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten beherbergen. Nach vielen Jahrhunderten Stadt- und Flussumgestaltungen weist die Donau immer noch ein enormes Entwicklungspotenzial auf, denn dieses breite natürliche Hindernis stellt oft auch eine physische und symbolische Spalte zwischen beiden Seiten der Stadt dar.

Ziel dieses Projekts ist es diese Zweiteilung mit einer subtilen Konstruktion zu überwinden, die soziale und kulturelle Aspekte des Flusses und der Stadt berücksichtigt. Der vorgeschlagene Entwurf soll sich positiv auf die Umwelt auswirken und sich gut in das bestehende Stadtgefüge integrieren, sowie alle Einschränkungen beider Lebensbereiche überwinden und auch dessen Vorteile ausnutzen. Eine hohe Lebensqualität nach menschlichem Maßstab sollte sich gegen eine übertriebene Ästhetik und verführerische Monumentalität durchsetzen. Gleichzeitig wird eine bewohnbare Brücke, eine schon vor langer Zeit erfundene Typologie, erneut auf die Probe gestellt, um ein zeitgemäßes und unverwechselbares Stadtcluster zu schaffen, die so genannten „Living Bridges of Vienna“.

Jurybegründung:

Die Jury überzeugte der ganzheitliche Projektentwurf, der Architektur nicht nur als Hülle, sondern als Gesamtkonzept sieht. Hier werde der Mensch miteinbezogen und in den Kreislauf des Wassers eingebunden.
Die Arbeit behandle zudem wichtige Fragen: Wie werden urbaner Raum und Zukunft geschaffen und welche Implikationen hat das Leben am und mit dem Wasser für die Architektur und Kunst ? „Hier wird mit der Donauinsel ein Heiligtum der Wienerinnen und Wiener aufgegriffen – der Mut hat begeistert. So eine Konstruktion könnte eine neue Sehenswürdigkeit in der Stadt werden.“

Weitere Informationen:

Masterarbeit, eingereicht an der Technischen Universität Graz, Institut für Architekturtechnologie, 2020
Betreuer: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Roger Riewe

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