BOKU Wien: „PlasticFreeDanube“

BOKU Wien: „PlasticFreeDanube“

Das Projekt „PlasticFreeDanube“ der Universität für Bodenkultur in Wien widmet sich dem Thema Makro-Kunststoffverschmutzungen in und entlang der Donau. Ziel des Projekts ist einerseits die Etablierung eines fundierten Wissensstands und die Festlegung standardisierter Methoden zur Messung und andererseis sollte die Problematik auch Kindern näher gebracht werden.

Kunststoffabfall in marinen Ökosystemen ist zu einem großen Umweltproblem auf regionaler und globaler Ebene geworden. Flüsse werden dabei als einer der Hauptpfade für die Verschmutzung angesehen.

Im Rahmen von zahlreichen Workshops für Schulen und vor Ort im Nationalpark Donauauen, bei der Kinderuni 2019 sowie im Rahmen vom Junior Science Club 2019 und 2020 (organisiert von der Wiener Bildungsdirektion) wurde das Thema Kindern praxisnah vermittelt. Im Zuge einer vereinfachten Sortieranalyse des in der Donau gefundenen Plastikmülls wurden die Schülerinnen und Schüler zu einer Diskussion über mögliche Herkunft, Eintragspfade, Umweltrelevanz und Vermeidungsmöglichkeiten der Abfälle angeregt. Dabei stand die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Problematik von Kunststoffverschmutzungen in Flüssen im Vordergrund. Es wurden eigens für Kinder angepasste Sammel- und Sortierprotokolle entwickelt. 2020 konnten aufgrund von Covid19 einige Workshops nicht stattfinden, deshalb wurde ein Podcast erstellt, der das Thema von einer Einführung über die Plastikproblematik bis zu möglichen Lösungsoptionen und konkreten Handlungsvorschlägen für eine junge Zielgruppe behandelt.

Jurybegründung

Positiv hervorgehoben wurde der praxisnahe Zugang der Workshops, im Rahmen derer Schülerinnen und Schüler selbst mithilfe von eigens entwickelten Sortierprotokollen aktiv waren. Das Thema „Plastik im Meer“ sei zudem bereits stärker im öffentlichen Bewusstsein verankert, während die Problematik von „Plastik in Flüssen“ hingegen weniger präsent sei – deshalb wäre hier Bewusstseinsbildung wichtig. Auch die Tatsache, dass aufgrund von Covid19 schnell reagiert und mit dem Podcast auch ein digitales Format als Alternative zu den Workshops geschaffen wurde, hat die Jury lobend erwähnt.