Der Neptun Hauptpreis 2019
14 März, 2019

Der Neptun Hauptpreis geht an das Österreichische Rote Kreuz

Beim Höhepunkt der Neptun Preisverleihung, dem Live-Saalvoting, konnte sich ein Forschungsprojekt des Österreichischen Roten Kreuzes durchsetzen. Bundesministerin Elisabeth Köstinger überreichte mit den Trägerinnen und Trägern den Neptun Hauptpreis.

Der Höhepunkt des Preisverleihungsabends zum Neptun Wasserpreis 2019 war traditionsgemäß das Saal-Voting für den Neptun Hauptpreis. Die TOP-3 der drei Fachkategorien WasserBILDUNG, WasserKREATIV und WasserFORSCHT stellten sich den 300 Gästen im Saal. Der Hauptpreisträger erhält zusätzlich 3.000 Euro Preisgeld sowie die Neptun Trophäe.

Die folgenden neun Projekte waren nominiert:

  1. Volksschule Wimpassing an der Leitha: „Unsere Leitha kennen, wertschätzen und erleben“
  2. HORIZONT3000: WASH up! Wasser- und Sanitäreinrichtungen in Nord-Uganda
  3. Marktgemeinde Lustenau: WER WIE WASser Mitmachbuch
  4. Daria Tchapanova: floating # 1 (Video-Installation)
  5. Julia Maurer: NESS OK (Gemälde)
  6. Markus Guschelbauer: Wildbach (Fotokunstwerk)
  7. Marija Zunabovic-Pichler (BOKU Wien): Durchflusszytometrie in der Wasserversorgung
  8. Österreichisches Rotes Kreuz: Fäkalschlammanalyse in der Katastrophenhilfe 
  9. Barbara Brinkmeier (Universität Innsbruck): HYFISH – Elektro-Seilrechen
Das Saal-Publikum wählte aus den neun nominierten Fachprojekten den Hauptpreis-Sieger (Foto: Arpad Szamosi)

Das Projekt des Österreichischen Roten Kreuzes für den sicheren Umgang mit Abwasser im Katastrophenfall überzeugte das Saalpublikum und bekam von den Trägerinnen und Trägern den Neptun Wasserpreis Hauptpreis 2019 inkl. Trophäe überreicht.

Das Forschungsprojekt des Österreichischen Roten Kreuzes überzeugte das Saal-Publikum. Dafür gibt es nochmals 3.000 Euro zusätzliches Preisgeld.

Für das Projekt „Fäkalschlammanalyse in der Katastrophenhilfe“ war das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) in der WasserFORSCHT-Kategorie prämiert. Bei humanitären Einsätzen stellt der sichere Umgang mit Fäkalschlamm eine Herausforderung dar. Es gilt die Verbreitung von Seuchen zu verhindern und langfristige Umweltschäden einzudämmen. Das ÖRK hat gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft und Industrie ein Feldlabor zur Qualitätskontrolle der Fäkalschlammbildung entwickelt. Dieses mobile Labor kommt international beispielsweise in Flüchtlingslagern zum Einsatz und liefert notwendige Daten, um die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner nachhaltig zu gewährleisten.

„Der Hauptpreis-Träger überzeugt durch einen sehr hohen Nachhaltigkeitsgrad und die praktische Anwendbarkeit bei humanitären Einsätzen. Passend zum heurigen Motto des Weltwassertages – „Leaving no one behind“ – beeindruckt das Projekt auch durch seine soziale Komponente und die globale Relevanz.“, freut sich Roland Hohenauer, Präsident des Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) über die Wahl des Saal-Publikums.

 

Bundesministerin Elisabeth Köstinger verlieh mit den Trägern Franz Dinhobl (ÖVGW) und Roland Hohenauer (ÖWAV) den Neptun Hauptpreis an Johannes Bousek und Georg Ecker vom Österreichischen Roten Kreuz. (Foto: BMNT Paul Gruber)